Lobmeyr

Makers & Designers . Seit 1823

 

J. & L. Lobmeyr steht seit 1823 für eine unverwechselbare Wiener Verbindung aus Glaskultur, Handwerkskunst und wegweisendem Design. Was Josef Lobmeyr als kleines Geschäft in der Weihburggasse begann, entwickelte sich über sechs Generationen zu einem international bedeutenden Familienunternehmen. Schon früh belieferte Lobmeyr das österreichische Kaiserhaus und präsentierte seine Arbeiten auf den großen Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts. Heute führen die Cousins Andreas, Leonid und Johannes Rath das Haus mit jener Mischung aus Traditionsbewusstsein, Neugier und gestalterischem Anspruch, die Lobmeyr seit mehr als 200 Jahren prägt.

Berühmt ist Lobmeyr vor allem für seine mundgeblasenen Trinkgläser aus außergewöhnlich feinem Musselinglas. Ihre Leichtigkeit wirkt beinahe schwerelos und verändert die sinnliche Wahrnehmung eines Getränks: Das Glas tritt optisch wie haptisch zurück und überlässt Wein, Wasser oder Spirituosen die Hauptrolle. Diese scheinbare Einfachheit verlangt jedoch höchste handwerkliche Präzision. Zahlreiche Arbeitsschritte, wiederholte Qualitätskontrollen und über Generationen weitergegebene Techniken wie Schliff, Gravur und Bemalung machen jedes Glas zu einem individuellen Gebrauchsobjekt von bleibender Schönheit.

Daneben ist Lobmeyr weltweit für seine Luster und Lichtobjekte bekannt. In den Wiener Werkstätten entstehen aufwendig gefertigte Einzelstücke und maßgeschneiderte Lösungen für private Räume, Hotels, Opernhäuser und repräsentative Gebäude. Zu den berühmtesten Projekten zählen die spektakulären Kristallluster für die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera in New York. Historische Leuchten werden dabei nicht lediglich bewahrt, sondern mit demselben handwerklichen Wissen restauriert, ergänzt und für kommende Generationen erhalten.

Von Josef Hoffmann, Adolf Loos und Oswald Haerdtl bis zu Ted Muehling, Michael Anastassiades, Formafantasma und zeitgenössischen Wiener Designstudios: Lobmeyr hat stets mit bedeutenden Gestaltern seiner Zeit zusammengearbeitet. Das Unternehmen verstand Tradition nie als Stillstand, sondern als Ausgangspunkt für neue Ideen. Viele der daraus entstandenen Entwürfe sind längst Klassiker und wirken dennoch vollkommen gegenwärtig. Sie verbinden formale Klarheit mit feinen, oft überraschenden Details und besitzen eine stille Eleganz, die sich keiner kurzlebigen Mode unterordnet.

Besonders anschaulich zeigt sich diese Haltung in der 1952 von Hans Harald Rath entworfenen Serie Alpha. Ihre kompakte, angenehm in der Hand liegende Form geht auf einen historischen Kupferbecher zurück, wurde jedoch konsequent für die moderne Tischkultur weiterentwickelt. Die Gläser sind stapelbar, ausgewogen proportioniert und in zarten, lichtdurchlässigen Farben erhältlich. So entsteht eine Serie, die zugleich funktional, spielerisch und unverkennbar Lobmeyr ist.

Contemporum. präsentiert eine ausgewählte Kollektion von Lobmeyr-Gläsern und Karaffen – kostbare Alltagsobjekte, die nicht im Schrank verschwinden, sondern regelmäßig verwendet werden möchten. Auf Wunsch können wir selbstverständlich auch weitere Ausführungen, Farben und vollständige Serien aus dem umfangreichen Lobmeyr-Programm anbieten.

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